Hiroshimatag 6. August 2025
16.00 Uhr Mahnwache am Brunnenplatz (neben Oderturm)
18.00 Friedensgebet & Appell an der Friedensglocke (am Holzmarkt)
19.00 Uhr Film- & Diskussionsveranstaltung – St. Marien-Kirche (Sakristei)
80 Jahre nach den US-amerikanischen Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki am 6. Und 9. August 1945 lädt das Bündnis Friedensnetz Frankfurt (Oder) auf dem Brunnenplatz am 6. August um 16.00 Uhr zu einer Mahnwache ein. Es werden Friedensbewegte aus Frankfurt (Oder) und aus Berlin zu Wort kommen und Lieder und Texte vortragen.
Um 18.00 Uhr gedenken BürgerInnen der Stadt mit religiösem und humanistischem Hintergrund an der Friedensglocke mit Gebet, Appell, Lied und Glockengeläut der Opfer atomarer und konventioneller Zerstörungen und Kriege und rufen zum Widerstand gegen Kriegsvorbereitung auf.
Um 19.00 Uhr lädt der Verein Puerto Alegre zu einer Film- und Diskussionsver-anstaltung in die St.-Marien-Kirche ein. Der Dokumentarfilmer Christoph Boekel aus München zeigt im Rahmen der Ausstellung „Zerstörung und Erlösung“ zwei seiner preisgekrönten Filme: „Enola“ und „Verstrahlt und vergessen“. Enola – Ein Versuch über die Unvorstellbarkeit. Ein experimenteller Film. In formaler Strenge zeigt er Personen, die bei einer rätselhaften Arbeit um einen grünen Tisch sitzen. Das Ergebnis ihrer Arbeit macht die Unvorstellbarkeit des Atombombenabwurfs über Hiroshima für einen filmischen Augenblick lang begreifbar – leider wieder sehr aktuell. „Verstrahlt und vergessen“ konfrontiert mit Opfern der Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl im April 1986. Er beschreibt deren Leiden und Sterben und lässt Augenzeugen zu Wort kommen, deren Leben tiefgreifend verändert wurde. Der sehr persönliche Dokumentarfilm will aufrütteln und versteht sich als Requiem für die zahlreichen Opfer der Verstrahlung. Christoph Boekel ist im Anschluss der Filme zum Nachgespräch bereit. Der Eintritt ist frei.